Bismarck Hering

Der Stralsunder Baumeister und Kaufmann Johann Wichmann verhalf einem seiner Produkte dadurch zum Durchbruch, dass er ihm den rechten Namen verlieh.
Der frisch entgrätete Ostsee-Hering wurde in einem sauren Aufguss eingelegt und in Holzfässchen zum Versand gebracht.
Johann Wichmann, ein Verehrer Otto von Bismarcks, schickte dem Reichskanzler zu dessen Geburtstag ein solches Holzfässchen. Dieser bedankte sich mit einem persönlichen Schreiben bei Wichmann.
Nochmals ging ein Fässchen auf die Reise zum Reichskanzler, diesmal mit einem Anschreiben versehen.
Darin bat der Absender "alleruntertänigst" darum, den zubereiteten Ostsee-Hering künftig als Bismarckhering handeln zu dürfen.
Ein abermaliges Handschreiben Otto von Bismarcks brachte die Einwilligung und somit den Bismarckhering.