Ernst Barlach
(Bildhauer, Grafiker, Schriftsteller)

geboren:
02.01.1870 in Wedel (Holstein)
gestorben:
24.10.1938 in Rostock


Ernst Barlach studierte von 1888 bis 1891 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und anschließend bis 1895 an der Akademie in Dresden. Er weilte zwei Jahre in Paris, ging 1897 nach Hamburg und 1900 nach Berlin, kam 1901 zurück nach Wedel und nahm 1904 eine Lehrerstelle an der Fachschule für Keramik in Höhr (Westerwald) an. Nachdem er 1905 nach Berlin zurückkehrte, begab er sich ein Jahr später auf eine Reise durch Rußland und die Ukraine. Obwohl er sich 1908 in Güstrow niederließ, machte er sich 1909 auf eine Reise nach Florenz und 1912 nach Holland.

Schon seine ersten Ausstellungen 1907 und 1908 brachten ihm Erfolge. Barlach war Mitglied der Berliner Sezession und 1914 im Vorstand tätig. Drei Jahre später führte er seine erste Gesamtausstellung durch. Ernst Barlach erhielt 1919 den Titel Professor und wurde Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Für seine umfangreichen literarischen Werke erhielt Barlach 1924 den Kleistpreis. Ein weiterer Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens war die Ausstellung seines Lebenswerkes in der Akademie der Künste in Berlin 1930.

Deutschland 1936: die Nazi´s prägen den Begriff der "entarteten Kunst". Ernst Barlach´s Werke werden beschlagnahmt, aufgestellte Skulpturen entfernt, er wird aus der Kunstakademie entlassen und darf seine Werke nicht mehr ausstellen.

Ernst Barlach starb 1938 in Rostock und wurde in Ratzeburg begraben. Zu Ehren des Künstlers wurde in Güstrow die Ernst-Barlach-Gedenkstätte errichtet.