Fürst und Herr Malte zu Putbus


geboren:
01.08.1783 in Putbus
gestorben:
26.09.1854 begr. in Vilmnitz


Malte besuchte die Greifswalder Universität und ging 1803 zu den Stockholmer Leibhusaren, um seinen Militärdienst zu absolvieren. Im Anschluss daran unternahm er Reisen nach Wien, England und Holland. Im Jahr 1807 wurde Malte vom schwedischen König die Fürstenwürde verliehen.
1809 weilte er zu einem Besuch in Bad Doberan, der ihn anregte, seine Heimatstadt Putbus zum Badeort auszubauen.

Auf Grund seiner guten Erziehung und seiner militärischen Ausbildung berief ihn der schwedische Kronprinz 1813 zu seinem militärischen Begleiter und Vizegeneralgouverneur von Schwedisch-Pommern. Nach dem Kieler Frieden 1814 sollte die Insel Rügen an Dänemark fallen. Fürst Malte intervenierte und erreichte, dass 1815 Vorpommern an Preußen übergeben wurde. Er wurde vom preußischen König zum Erblandmarschall und Vorsitzenden des vorpommerschen Kommunallandtages ernannt.

Schinkel entwarf die Pläne für den Umbau von Putbus. Malte errichtete aus der kleinen Stadt eine Residenz mit Seebad, Kursaal, Parkanlagen, Reitställen und einem Theater. Schinkel lieferte auch die Pläne für Maltes Jagdschloss in Granitz. Auch der Hafenbau in Lauterbach ist ein Verdienst von Fürst Malte, ebenso die zahlreichen Alleen auf der Insel Rügen.

Im Jahr 1836 gründete er das Fürstliche Pädagogium für Rügen.