Karl May
Schriftsteller


geboren:
25.02.1842 in Ernstthal (Sachsen)
gestorben: 30.03.1912 in Dresden


Am 25. Februar 1842 wurde Karl May wird als fünftes Kind des Webers Heinrich May und dessen Ehefrau Wilhelmine (geb. Weise) in Ernstthal (Sachsen) geboren. Kurz nach seiner Geburt erblindet er, mit fünf Jahren wird er von seiner Erblindung geheilt.

1856 begann er eine Volksschullehrerausbildung in Waldheim. Vier Jahre später wird er wegen Diebstahls der konfessionellen Schule verwiesen. Seinem Gnadengesuch wird vom Kultusministerium stattgegeben. 1861 bestand er das Lehrerexamen und fand eine Anstellung als Lehrer bei den Fabrikschulen in Altchemnitz. Wegen eines erneuten Diebstahls wird Karl May zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, verliert seinen Arbeitsplatz und es wird ihm vom Kultusministerium 1863 die Lehrerbefugnis entzogen. Von 1865 bis 1874 wird Karl May  mehrmals wegen Hochstapelei und Diebstahl zu Arbeitshaus bzw. Zuchthaus verurteilt.

1875 bis 1878 hat er eine Anstellung in Dresden als Redakteur der Wochenblätter "Der Beobachter an der Elbe" und "Frohe Stunden" und veröffentlicht eigene Erzählungen. 1880 heiratet er Emma Pollmer. Von 1881 bis 1887 arbeitet er als freier Schriftsteller. In dem katholischen Familienblatt "Der Deutsche Hausschatz" erscheinen erste Erzählungen. 1888 erhält Karl May eine Anstellung als fester Mitarbeiter des Stuttgarter Verlags "Spemanns Illustrierte Knabenzeitung: Der gute Kamerad".

Die romantischen Reiserzählungen Mays, die im Orient oder in Nordamerika spielen, erscheinen ab 1892 in höherer Auflage, darunter auch der Romanzyklus "Durch die Wüste". 1895 werden 60.000 Exemplare seiner Romane verkauft. 1893 bis 1910 Veröffentlichung des vierteiligen Romans "Winnetou".

Seit 1896 beantwortet er Leseranfragen mit fiktiven Schilderungen seiner Vergangenheit und gibt die Erlebnisse Old Shatterhands und Kara Ben Nemsis als seine eigenen aus. Sein Foto erscheint im Verlagsprospekt unter dem Titel: "Old Shatterhand (Dr. Karl May) mit Winnetou's Silberbüchse".

1899-1900 unternimmt Karl May seine erste Reise in den Orient.

1903 Scheidung von Emma Pollmer und Heirat mit seiner Sekretärin Klara Plöhn.
Sein damals nahezu erfolgloses Spätwerk - Babel und Bibel", "Silberner Löwe", "Und Friede auf Erden! - findet heute wegen der pazifistischen Tendenz zunehmende Beachtung.

Von 1904 bis 1910 versucht der Journalist Rudolf Lebius Karl May mit der Veröffentlichung seiner Haftstrafen zu erpressen und veröffentlicht 1908 die Broschüre "Karl May - ein Verderber der deutschen Jugend" und 1910 "Die Zeugen Karl May und Klara May - ein Beitrag zur Kriminalgeschichte unserer Zeit". May erhebt Klage vor Gericht. Der erste Band von Mays Autobiographie "Mein Leben und Streben" erscheint 1910.

1908 von September bis Dezember bereist er zum ersten Mal die USA.

Am 30. März 1912 stirb Karl May in Dresden an einem Herzschlag.

Heute gibt es in Radebeul bei Dresden ein Karl-May-Museum, eine Karl-May-Stiftung, einen Karl-May-Verlag und an der Ostsee in Bad Segeberg seit 1952 Karl-May-Spiele.