Ernst Oldenburg  
(
Portrait- und Landschaftsmaler, Skulpturen)

geboren: 08.01.1914 in Danzig
gestorben: 09.01.1992 in Unna

1928 wurde Ernst Oldenburg in die Kunstklasse von Prof. Fritz August Pfuhle an der Technischen Hochschule in Danzig aufgenommen. Seine erste Ausstellung fand 1932 in der Kunstkammer von Danzig zusammen mit Werken von Otto Dix statt. Er lernt im gleichen Jahr Max Pechstein, Carl Hofer und Ernst Ludwig Kirchner kennen.

1938 heiratete er Stella von Baggehufvudt und zwei Jahre später wurde die Karola geboren. 1940 wurde Oldenburg zur Marine eingezogen. 1945 floh die Familie von Danzig nach Stralsund und 1949 zog sie nach Berlin (Ost), wo er unter anderem Bert Brecht und Anna Seghers kennen lernte.

1954 übersiedelte die Familie nach Fissau, Holstein in der Bundesrepublik. Hier begann die intensive Zuwendung zur Landschaftsmalerei. Er arbeitet im ehemaligen Atelier Schliemann in Fissau nahe Eutin als Portrait- und Landschaftsmaler, welche ihn in ganz Norddeutschland und auch in Hamburg bekannt macht. Gemälde vom Leben am Meer, mit Pferden und von der Arbeit der Bauern, markante Hafenbilder sowie präzise beobachtete Charakterstudien finden sich noch heute in vielen Privatsammlungen des In- und Auslandes und waren unter anderem in der Galerie Commeter in Hamburg und im Paula-Modersohn-Becker-Haus in Bremen zu sehen.

1954 weitere Auslandsreisen, vor allem nach Paris. Noch im gleichen Jahr richtet Oldenburg ein Zweitatelier in Marl ein. 1958 stellte er seine Werke in den USA, in der Schweiz, in Holland, Skandinavien sowie in Hamburg, Bremen, Frankfurt/Main, Essen aus.

1967 übersiedelt er endgültig nach Unna-Kessebüren, wo er bis zum Ende seines Lebens in der alten Dorfschule wohnt und arbeitet. Weitere internationale Ausstellungen mit Reisen nach Spanien, Italien, Japan und in die USA.

1988 trotz er einem schweren Schlaganfall mit rechtseitiger Lähmung und beginnt mit der linken Hand zu Malen.  Ernst Oldenburg stirbt am 9. Januar 1992 in Unna.

2005 zeigte das Ostholstein-Museum (http://www.oh-museum.de)in Eutin retrospektiv einen Überblick über das Schaffen des Künstlers Ernst Oldenburg, der in den 1950er Jahren in Eutin-Fissau und in der Nähe vom Timmdorf bei Malente lebte und dessen Bilder in vielen Haushalten in Eutin und Umgebung vorhanden sind.

Im Ernst Oldenburg Haus (www.oldenburg-museum.de) in Unna ist das Werk mit mehreren hundert Exponaten in Malerei, Graphik und Plastik zu besichtigen und liegt nun auch in dem Werkverzeichnis „Ernst Oldenburg 1914-1992", herausgegeben von Dr. Claus Pese, Nürnberg, und Karola Ramas-Oldenburg, Ratingen, vor.“
(Mit Beiträgen von Dr. Cora Eggers-VVrublick und Marco Schwinning, 392 Seiten und ca. 300 Abbildungen sowie einer CD-ROM mit dem Gesamtwerk und einer Dokumentation. Preis: 88,90 Euro. Edition Brauns im Wachter Verlag 2004, ISBN 3-89904-100-3.