Von Berlin nach Kopenhagen 

Von Berlin Hennigsdorf in 15 erlebnisreichen Tagen mit dem Rad ins 630 Kilometer entfernte Kopenhagen.
Ein neuer internationaler Radweg verbindet die deutsche und die dänische Hauptstadt über 630 Fahrrad-Kilometer und eine kurze Seereise von Rostock nach Gedser auf der Insel Falster. Die Reise geht durch drei idyllische Regionen und verspricht Naturerlebnisse in Unzahl. Auch das Badevergnügen wird bei dieser Reise durch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Süd-Dänemark nicht zu kurz kommen.

Ausgangsort: Berlin
Zielort: Kopenhagen
Streckenlänge: 630 Kilometer
Wegverlauf:
Berlin, Hennigsdorf -  Oranienburg ca. 20 Kilometer
Oranienburg - Zehdenick  ca. 34 Kilometer
Zehdenick - Dannenwalde ca. 22 Kilometer
Dannenwalde - Neuglobsow  ca. 30 Kilometer
Neuglobsow - Neustrelitz  ca. 40 Kilometer
Neustrelitz - Waren (Müritz)  
Waren (Müritz) - Krakow am See  
Krakow am See - Güstrow ca. 30 Kilometer
Güstrow - Schwawaan ca. 40 Kilometer
Schwawaan - Hansestadt Rostock ca. 26 Kilometer
Gedser - Nykøbing F.  
Nykøbing F. - Stege/Møn ca. 60 Kilometer
Stege/Mon - Rødvig/Stevns ca. 60 Kilometer
Rodvig/Stevns - Køge ca. 38 Kilometer
Køge - København ca. 71 Kilometer

Die Tour nach Kopenhagen beginnt ab S-Bahnhof Hennigsdorf.  Wer vorher die Hauptstadt, mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten erkunden möchte, findet natürlich auch hier grüne Wege, zum Beispiel kann man an den Ufern der Spree entlang radeln. Vom S-Bahnhof Hennigsdorf kann man gleich in Richtung Norden auf dem gut ausgebauten Ragweg die Tour beginnen, oder sich mit der deutschen Geschichte beschäftigen beim einzigen, erhalten gebliebenen Grenzturm direkt an der Havel. Die Tour geht in Richtung Norden durch das ursprünglich Vogelparadies Landschaftsschutzgebiet Stolper Heide.

Kurz hinter Oranienburg erreichen sie auf Waldwegen die Lehnitzschleuse, der Radweg führt nun 4 Km entlang des Oder-Havel-Kanals bis sie in Friedrichsthal eine Fähre an andere Ufer. Auf dieser Etappe kann man am Grabower See ein Bad nehmen, das Heimatmuseum in Liebenwalde besuchen und in der Klosterstube des Franziskushofes ein Schwarzbier genießen.

Von Zehdenick führt ein etwa 6 km langer Feldweg nach Mildenberg zwischen ehemaligen Tonstichen -  Tongruben, die heute mit Wasser gefüllt sind - entlang. Diese kleinen Seen bieten Wasservögeln , Bibern und seltenen Pflanzen neue Lebensräume. Aber nicht nur Naturerlebnisse sondern auch Zeitreisen in die Geschichte kann man auf dem Weg nach Dannenwalde unternehmen. Der Ziegeleipark in Mildenberg, eine Fahrt mit der Tonlorenbahn, der aktive Tagebau Zabelsdorf oder die historische Gutsanlage Zernikow geben Einblicke.

Von Dannenwalde führt der Radweg durch grüne Wälder nach Bredereiche, von dort geht es über den Naturlehrpfad "Morgenland"in das von vier Seen umgebene Himmelpfort. Das 700 Jahre alte Kloster mit seinem artenreichen Kräutergarten gab dem Ort seinen Namen. Wer die Strasse weiterzieht erreicht bald Ravensbrück mit der Gedenkstätte an das Frauenkonzentrationslager. Von Fürstenberg/Havel ist es nicht mehr weit bis Neuglobsow in der Nähe des durch Fontane berühmten sagenumwobenen Stechlinsees.

Nun passieren sie auf der Tour von Neuglobsow nach Neustrelitz die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern mit seinen zahlreichen verwunschen Seen und romantischen Wäldern. Weiter geht es nach Seewalde, Neudrosedow und Wesenberg  einem sehenswerten Ackerbürgerstädtchen mit liebevoll restaurierter Burg. Das Ziel dieses Streckenabschnittes Neustrelitz erreicht man, wenn man südöstlich am Zierker See entlang fährt. Eine besondere Erlebniswelt - das Slawendorf - lädt dort zum Verweilen ein. Es gibt viel zu Sehen in der Kreisstadt, die klassizistische Orangerie, der Schlossgarten mit antiker Götterallee, die Schlosskirche, das Museum mit wechselnden Ausstellungen, das Landestheater Mecklenburg, der Tiergarten und der Findlingsgarten laden zum Besuch ein.

Im Informationszentrum des Müritz-Nationalparks in Neustrelitz können sie sich über die nächste Etappe im Schutzgebiet informieren. Mit etwas Glück kann man dort Greifvögel, Rohrdommeln, Graureiher oder Kraniche beobachten. Hochbetagte Baumriesen, mächtige Kiefern, mit flechten und Moos überwucherte Stämme versetzen einen in eine andere Zeit zurück. Auf der Etappe kann man in Babke das Sonnentor neben der Kirche bewundern, in Ankershagen das Schliemann Museum besuchen, in Groß Dratow die historische Schmiede bestaunen oder in Federow einen Fischadler bei der Aufzucht seiner Jungen beobachten. Die Müritz, als größter Binnensee Deutschlands, lädt vor allem im Sommer zum Baden und Verweilen ein.

Von Waren (Müritz) nach Krakow am See kann man Halt in Damerow am Schaugatter der Wisente machen und sich danach am Jabelschen See  an frisch geräuchertem Fisch laben. Hinter Jabel beginnt der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide mit einer abwechslungsreichen Landschaft. Weiter geht es nach Linstow mit dem Umsiedlermuseum, von da nach Serrahn mit seiner Kirche zum Nebeldurchbruchstal. Dieses ist ein Kleinod der Natur mit seinem kristallklaren Wasserlauf zwischen den hohen, alten Bäumen. Wenn sie den Naturcampingplatz und den Aussichtsturm auf dem Jörnberg passiert haben, sehen sie schon bald den Luftkurort Krakow am See. Buchdruckmuseum, Synagoge, Markt, Kirche und Rathaus sind Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Alt Sammit, Groß Breesen und Bellin, mit seiner Spätromanischen Kirche und dem Belliner Steintanz sind Haltepunkte auf dem Weg von Krakow am See nach Güstrow. Aber auch das großzügig angelegte Wolfsfreigehege im Natur- und Umweltpark laden zu einem Besuch ein. Güstrow mit seinen Bauwerken aus gotischer bis klassizistischer Zeit wird von zwei Gebäuden dominiert, dem gotischen Dom und dem prachtvollen Renaissance-Schloss.

Am Bützow-Güstrow-Kanal entlang über Wiesen und Felder geht es weiter nach Bützow mit seinem Schlossplatz, dem Krummen Haus, der dreischiffigen Stiftskirche St. Elisabeth und das Rathaus im Tudorgotikstil. Die Route führt weiter nach Passin mit dem Reiterhof, durch das Waldgebiet Letschower Tannen, die Orte Tatschow, Bandow und Letschow bis zur Kleinstadt Schwaan. Dort können sie die frühgotische Backsteinkirche bewundern und Rast auf dem Campingplatz "Sandgarten Camp" machen.

Die 26 Kilometer von Schwaan zur Hansestadt Rostock führt an Wiesen und Feldern vorbei. Dabei kommt man durch die Orte Benitz, Huckstorf, Polchow, Niendorf, Groß Stove mit sehenswerten Gutshäusern und Biestow, das schon zur Hansestadt gehört. Seit mehreren Jahrhunderten ist Rostock eine bedeutende Wirtschafts- und Handelsmetropole. Davon zeugen auch heute noch die vielen historischen Gebäude - Kloster zum Heiligen Kreuz, alte Speicher, das Schifffahrtsmuseum, das barock verkleidete Rathaus, die Stadtmauer und die Wallanlagen.

Nach einer zweistündigen Seefahrt mit der Fähre über die Ostsee nach Gedser liegt uns Süddänemark mit der Insel Falster zu Füßen. Die schroffe Südküste bildet einen starken Kontrast zu den sandigen Stränden weiter nördlich. Die Route führt vorbei an Windrädern nach Gedesby, weiter geht es nach Skelby, Fiskebæk, Marrebæk, Væggerløse mit seinen herrlichen Badestränden. Von Væggerløse weiter über Hasselø immer an der Küste entlang nach Nykøbing. Mit dem alten Stadtkern, dem Wasserturm, der Stadtkirche und dem Herrensitz Fuglsang, mit seinem herrlichen, ganzjährig geöffneten Park lädt der Ort seine Besucher zum Verweilen ein. Eine besondere Attraktion ist der einzigartige Tierpark in Eskiltrup mit seinen verschiedenen Großechsen.

Von Nykøbing geht es über Idestrup zum Badeort Ulslev, von hier an fährt man entlang der Küste bis Hesnæs, vorbei an mystischen Hünen- und Hügelgräbern bei Halskov Vænge. Durch ein Waldgebiet und Weideland hinter Næsgård zu "Dänemarks grüner Ecke" mit dem Städtchen Stubbekøbing, das am Grønsund liegt geht es mit der Fähre zur gegenüberliegenden Insel Bogø und weiter über einen Damm zur Insel Møn. Dieses Eiland gilt als Naturparadies gekrönt von weißen Felsen. Die Route führt Richtung Nord-Osten zum geruhsamen Store Damme, vorbei an der Kirche auf dem Fanefjord und dem Langgrab "Grønsalen". An Wiesen und Seen vorbei geht es nach Lille Bissinge, Lendemarke bis nach Stege, der lebhaften Inselhauptstadt. Von aus sollte man die Halbinsel Ulvshale mit den traumhaften Sandstränden, Salzwiesen, Heidegebieten,den unberührten Eichen- und Buchenwäldern und der herrlichen Schloss- und Gartenanlage Liselund besuchen.

Von Stege führt die Route weiter über die Königin-Alexandrine-Brücke nach Sjælland. Die Hauptstrecke geht über Viemose und Sageby nach Sandvig mit einem traumhaften Sandstrand. Durch Wälder hin zum Ort Skibinge und weiter nach Præstø, mit einem herrlichen Altarbild in einer mittelalterlichen Kirche.  Weiter geht es nach Sankt Peders Kapel, Strandegård mit der Möglichkeit die Halbinsel Feddet zu erkunden. Von Strandegård führt der Radweg landeinwärts bis Fakse Ladeplads, weiter nach Vemmetofte mit seinem Kloster, den 300-jährigen Linden und dem Tiergarten. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur romantischen Stadt Rødvig mit seinem Fischerei- und Yachthafen.

Die vorletzte Etappe führt an der Kalkgrube Boesdal vorbei bis Højerup am Steilufer der Ostsee und weiter über den Stevns Klint, einen mehr als 40 Meter aus dem blauen Meer ragenden schneeweißen Felsen. Die Route führt jetzt nach Sigerslev, Holtug, bei Gjorslev bietet die älteste Burganlage von Dänemark Gelegenheit zum Verweilen und weiter nach Magleby, von dort können sie einen Abstecher zu den Badeorten Strøby Ladeplads und Strøby Egede machen. Von Magleby über Strøby nach Valløby, um dort das prunkvolle Schloss Vallø zu besichtigenund weiter über Odden nach Køge. Die Stadt besitzt einen der schönsten mittelalterlichen Marktplätze und Dänemarks ältestes Rathaus.

Ab Køge verläuft die Route ins Landes innere über Ølby und Solrød, weiter über Karlstrup nach Karlslunde und nach Greve. Von hier aus sind es mit der S-Bahn nur noch 20 Minuten bis in die Innenstadt von Kopenhagen. Wer die Landschaft weiter genießen will, fährt über Kildebrønde in Richtung Køge Bucht. Die Tour geht am weißen Strand von Hundige, mit Yachthafen und am Strandpark Ishøj entlang nach Tranegilde mit einem kleinen Tierpark. Um das Ziel der Radtour zu erreichen, fahren Sie über Vallensbæk Strand, Brøndby Strand bis Avedøre Holme. Hier geht es über den Damm zur Insel Amager. Fahren Sie weiter auf der Vejlands Allé, der Amager Fælled bis zum Artillerivej, dann rechts zum Hotel Scandinavia und dort auf den Amager Boulevard bis zum Zielpunkt, dem Kopenhagener Rathausplatz.

Kopenhagen das ist Kultur pur, der glanzvolle Schlusspunkt einer Reise durch die Natur und Geschichte mehrerer Regionen und Landschaften. Berühmte Museen und Galerien, einzigartige Vergnügungsparks und Gartenanlagen, aufregende Hafen- und Kanalrundfahrtenladen zur Besichtigung dieser selbstbewussten und gastfreundlichen Weltstadt im traditionsbewussten wie modernen Königreich Dänemark ein.

Weitere Informationen unter:
www.bike-berlin-copenhagen.com
www.auf-nach-mv.de
www.reiseland-brandenburg.de
www.visiteastdenmark.com