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Ausflugsziele an der Ostsee

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Warum ist Wildcamping an der Ostsee
keine gute Idee?



 

Ein Zelt direkt am Strand, das Meeresrauschen als Einschlafmelodie und ein Sonnenaufgang ganz ohne andere Touristen: Wildcamping an der Ostsee klingt einfach nach der Definition von Freiheit und Abenteuer.

Die Realität sieht allerdings anders aus: Wildes Zelten ist in Deutschland weitgehend verboten − und kann schnell teuer werden. Dennoch zieht es jedes Jahr zahlreiche Naturbegeisterte an die Küste, die abseits der offiziellen Campingplätze auf ein ungestörtes Erlebnis hoffen. Aber lohnt es sich, dieses Risiko einzugehen?

 

Wildcamping an der Ostsee: Was sagt das Gesetz?

In Deutschland ist Wildcamping grundsätzlich nicht erlaubt. Das Bundesnaturschutzgesetz schützt Küstenregionen, Wälder und Dünen, sodass das freie Zelten in diesen Gebieten verboten ist.

Wer sein Zelt außerhalb ausgewiesener Campingplätze aufstellt, muss daher mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe variiert je nach Bundesland: In Mecklenburg-Vorpommern drohen etwa bis zu 500 Euro Strafe, wenn unerlaubt gecampt wird, in Schleswig-Holstein können es sogar 5.000 Euro sein, sofern dabei Naturschutzgebiete betroffen sind.

Besonders streng wird das Übernachten in den Dünen oder direkt am Strand geahndet. Diese Gebiete stehen in der Regel unter Naturschutz, weil sie empfindliche Ökosysteme beherbergen. Das Zelten dort kann nicht nur Geldstrafen nach sich ziehen, sondern auch die lokale Flora und Fauna nachhaltig schädigen.

 

Welche legalen Alternativen gibt es?

Wer nicht auf das spektakuläre Naturerlebnis verzichten möchte, sollte auf legale Alternativen ausweichen.

Einige Bauernhöfe und private Grundstücksbesitzer bieten Stellplätze für Camper an. Zudem gibt es an der Ostsee eine wachsende Zahl an sogenannten Naturcampingplätzen, die bewusst abseits großer Touristenhochburgen angelegt wurden. Diese Plätze bieten lediglich eine einfache Infrastruktur, ermöglichen so aber ein naturnahes Übernachten in legalem Rahmen.

Auch in anderen Ländern gelten strenge Regeln für das Wildcamping – allerdings gibt es Unterschiede. Wer beispielsweise in den Niederlanden campen möchte, muss ebenfalls Einschränkungen beachten. Hier sind „Paalkampeerplaatsen“ – also speziell eingerichtete Wildcamping-Plätze – eine legale Möglichkeit, um naturnah zu übernachten.

Daneben ist es aber auch möglich, einen Campingplatz in Holland am Meer zu finden, der Freiheit und Abenteuer mit den Annehmlichkeiten einer komfortablen Infrastruktur vereint.

 

Warum ist Wildcamping so problematisch?

Neben den rechtlichen Aspekten gibt es auch ökologische Gründe, die gegen Wildcamping sprechen.

Vor allem an stark besuchten Küstenabschnitten wie der Lübecker oder Kieler Bucht führt unerlaubtes Zelten immer wieder zu Umweltproblemen. Müll, der nicht entsorgt wird, Lagerfeuer, die außer Kontrolle geraten und die Störung von Wildtieren sind nur einige der negativen Folgen. Besonders in Dünenlandschaften oder an Stränden kann das empfindliche Gleichgewicht der Natur schnell nachhaltig geschädigt werden.

Zusätzlich spielt die Sicherheit eine Rolle. Ohne die Infrastruktur eines offiziellen Campingplatzes fehlt es an Toiletten, Waschgelegenheiten und Möglichkeiten für die Müllentsorgung. Auch die Gefahr von Stürmen oder plötzlich steigenden Wasserständen wird von vielen Campern unterschätzt, die sich an einem Platz ohne offizielle Genehmigung niederlassen.

 

Besser auf offizielle Campingplätze setzen

Auch wenn der Reiz des Wildcampings groß ist, überwiegen die Nachteile. Neben möglichen Bußgeldern und Umweltschäden ist es schlichtweg komfortabler, sich einen offiziellen Campingplatz zu suchen, der naturnah gelegen ist.

Die Ostsee bietet eine Vielzahl an kleinen, idyllischen Campingplätzen, die weit ab von den großen Touristenströmen liegen und dennoch alle wichtigen Annehmlichkeiten bieten. Wer sich nach Abenteuer sehnt, kann zudem auf Naturcampingplätze ausweichen oder alternative Konzepte wie Trekkingplätze in Betracht ziehen.

 


Fotos: 3WKonzepte