Camping an der Ostsee
Camping an der Ostsee
schafft einzigartige Naturerlebnisse. Auf den Campingplätzen
sind Urlauber dem Meer ganz nah. An der Ostseeküste ist die Zahl
an Campingplätzen besonders hoch. In Mecklenburg-Vorpommern und
in Schleswig-Holstein stehen etwa 480 Campingplätze zur
Verfügung. Campen am Meer ist ein bleibendes Erlebnis für die
ganze Familie. Allerdings gibt es beim Campingurlaub an der
Ostsee auch einige Dinge zu beachten.

Worauf muss man beim Camping an der Ostsee achten?
Wer nach dem passenden
Campingplatz an der Ostsee sucht, sollte einige Kriterien
beachten.
Lage des Campingplatzes
Der Standort ist ein
entscheidendes Kriterium. Besonders begehrt sind Campingplätze
in Strandnähe. Hier gelten oft besondere Vorschriften, um die
Dünen und die unberührte Naturlandschaft zu schützen. Mit
Kindern und Haustieren lässt es sich auf ruhigeren Plätzen in
Waldnähe oft entspannter campen.
Größe der Stellplätze
Wichtig ist, die Größe und
Beschaffenheit der Stellplätze zu beachten. Wer mit einem Zelt
unterwegs ist, benötigt nur wenig Platz. Camper mit Wohnwagen
oder Wohnmobil haben andere Ansprüche an den Stellplatz. Nicht
alle Campingplätze in Strandnähe sind für Fahrzeuge zugänglich.
Daher ist die Erreichbarkeit im Vorfeld zu überprüfen.
Einrichtungen und Dienstleistungen
Die Campingplätze an der
Ostsee sind unterschiedlich ausgestattet. Im Vorfeld ist zu
klären, ob das Angebot vor Ort den eigenen Bedürfnissen
entspricht. Sanitäre Einrichtungen sollten auf jedem
Campingplatz vorhanden sein. Anschlüsse für Strom und Wasser
zählen ebenfalls zum Standard. Wer Wert auf WLAN legt, sollte
überprüfen, ob der Campingplatz drahtloses Internet anbietet.
Für viele Camper ist auch ein kleiner Shop auf dem Zeltplatz
eine Voraussetzung für einen entspannten Urlaub.
Preise
Natürlich sollte die
Übernachtung auf einem Campingplatz an der Ostsee ins Budget
passen. Die Preise schwanken mit den Jahreszeiten. In der Vor-
und Nachsaison im April oder Oktober sind die Preise häufig
günstiger als im Hochsommer. Es sollte auch darauf geachtet
werden, ob Preisnachlässe bei längeren Aufenthalten oder bei
Familien und Reisegruppen angeboten werden.
Reservierungen
Die Campingplätze an der
Ostsee werden stark nachgefragt. Spontan zu reisen ist weniger
zu empfehlen. Wer seinen Campingurlaub im Voraus plant und
entsprechend frühzeitig reserviert, sichert sich einen
attraktiven Standplatz und erspart sich Aufregung und Stress vor
Ort.
Was muss ich beim Camping an der Ostsee beachten, was bei
anderen Campingplätzen nicht so wichtig ist?
Camping am Meer ist
besonders beliebt. In der Hochsaison sind die Campingplätze
entlang der Ostseeküste häufig überfüllt. Wer nicht frühzeitig
bucht, wird hier schnell den Kürzeren ziehen. Im Sommer bieten
sich weniger besuchte Naturcamps als Alternative an. Wer seinen
Urlaub frühzeitig plant, wird sich auch auf den großen
Campingplätzen in Strandnähe einen Platz sichern können.
Wichtig ist, die Ausstattung
des Campingplatzes im Vorfeld in Erfahrung zu bringen und mit
den eigenen Ansprüchen abzugleichen. Campingplätze direkt am
Strand sind häufig einige Kilometer von der nächsten Stadt und
den entsprechenden Einkaufsmöglichkeiten entfernt. Beim
Familienurlaub kann es hilfreich sein, wenn es auf den Plätzen
Spielgeräte und Kinderanimation gibt.
Camping an der Ostsee stellt
auch Ansprüche an die eigene Campingausrüstung. Das Wetter am
Meer kann schnell umschlagen. An der Küste ist der Wind stärker
als im Hinterland. In den Koffer gehören nicht nur Badekleidung,
sondern auch eine dünne Regenjacke und Gummistiefel.
Scheint die Sonne, ist ein
Sonnenbrand vorprogrammiert, wenn nicht entsprechend vorgesorgt
wird. Ist die Haut noch nicht vorgebräunt, sollte ein
Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingepackt
werden. In der Nähe von Gewässern halten sich Mücken bevorzugt
auf. Wer keine böse Überraschung erleben möchte, sollte sich
beim Ostsee-Camping mit Insektenschutzmittel ausstatten.
Was für Kosten kommen auf mich zu?
Die Kosten für
Übernachtungen auf Campingplätzen an der Ostsee variieren.
Der Preis ist unter anderem
abhängig von folgenden Faktoren:
·
Jahreszeit (Haupt- oder
Nebensaison)
·
Lage (direkt am Strand oder
etwas abgelegener)
·
Ausstattung (Shop,
Restaurant, Spielplätze, Strandzugang)
Der durchschnittliche Preis
für die Übernachtung auf einem Campingplatz an der Ostsee liegt
bei 32,12 Euro pro Tag und Stellplatz. Hinzu kommen etwa 6,50
bis 18 Euro pro Person. Einzukalkulieren sind auch die
anfallenden Kosten für Strom, Wasser, Kurtaxe oder die
mitreisenden Haustiere.
Spartipps:
·
In der Nebensaison sind die
Preise niedriger. Auch im Mai oder Oktober kann bestes
Campingwetter herrschen.
·
Auf Campingplätzen ohne
gehobenen Standard fallen geringere Kosten an.
·
Wer seine Mahlzeiten auf dem
Campingkocher selber zubereitet, spart Kosten.
·
Wer sich im Vorfeld über
mögliche Rabatte informiert, kann Geld sparen.
Was ist auf dem Campingplatz erlaubt und was nicht?
Auf Campingplätzen gelten
gewisse Regeln. Camper genießen auf den Plätzen einige
Freiheiten, müssen aber auch mit Einschränkungen leben.
Auf dem Campingplatz ist
erlaubt:
·
Zelte und Wohnwagen
aufzustellen
·
Campingmöbel aufzustellen
und Markisen auszufahren
·
Grillen (häufig sind nur
Elektro- oder Gasgrills gestattet)
·
Hunde mitzubringen (es
herrscht Leinenpflicht und die Hinterlassenschaften sind zu
beseitigen)
·
Fahrzeuge zu bewegen (die
vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit sollte nicht überschritten
werden)
Auf Campingplätzen sind
folgende Dinge untersagt:
·
Feuer (offene Feuerstellen
sind verboten, Benzin oder Spiritus dürfen als Anzünder nicht
benutzt werden)
·
Lärm (während der
Mittagszeit und ab 22 Uhr sind laute Musik und laute Gespräche
untersagt)
·
Verschmutzung (jeglicher
Abfall und Essensreste sind ordnungsgemäß zu entsorgen)
·
Beschädigungen
(Einrichtungen auf dem Campingplatz und umliegende Pflanzen und
Bäume dürfen nicht beschädigt werden)
Tipp: Darüber hinaus kann es Sonderregelungen
geben, die sich aus der spezifischen Platzordnung ergeben.
Was passiert, wenn ich wild campe?
Wild campen ist in
Deutschland verboten. Wer sein Zelt an der Ostseeküste
aufschlägt, muss mit Strafen rechnen. Ob sind an den Stränden an
die geltenden Regeln gehalten wird, kontrollieren an der
Ostseeküste Strandvögte, die im Auftrag des regionalen
Ordnungsamtes unterwegs sind.
Der Bußgeldkatalog sieht
konkret folgendes Strafmaß vor:
Mecklenburg-Vorpommern:
·
illegales Zelten (50 bis
5.000 Euro)
·
illegales Zelten bis zu zehn
Tage (50 bis 1.000 Euro)
Niedersachsen:
·
illegales Zelten (50 bis
5.000 Euro)
·
illegales Zelten bis zu zehn
Tage (50 bis 1.000 Euro, in Naturschutzgebieten 15 bis 250 Euro)
Tipp: Wer legal im Freien übernachten möchte,
kann sich einen Schlafstrandkorb mieten.
Quellen:
https://www.ostseecamp-lehmberg.de/camping-ostsee-schleswig-holstein
https://www.bussgeldkatalog.org/umwelt-campen/#mepo
https://www.ostseewelle.de/aktuelles/Wildcampen-am-Ostseestrand-id1396032.html
Foto: 3WK |